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Der Weltrekord geht weiter – Störchin Maxi wieder online

Senderwechsel am Affenberg Salem

Seit Juli 1999 erhielten die Wissenschaftler des Naturhistorischen Museums in Fribourg von Senderstörchin Maxi ohne Unterbrechung Satellitendaten über ihre Aufenthaltsorte und Zugrouten – solch eine lange Sendedauer ist weltweit noch bei keinem Tier geglückt. Im Frühjahr begann sie wie jedes Jahr in ihrem Horst, nahe des Affenbergs , zu brüten. Dann hatte die Antenne auf ihrem Rücken einen Defekt – die Lokalisierung war nicht mehr möglich. Nachdem der Nachwuchs flügge war, versuchten die Storchenexperten vom Affenberg daher, Maxi einzufangen. „Es war ein Geduldspiel unter Zeitdruck“, so Parkleiter Dr. Roland Hilgartner.

„Nach einem ersten Senderwechsel 2007 war Maxi sehr misstrauisch. Wir wussten, dass sie spätestens Anfang September die erste stabile Wetterlage nutzen würde, um nach Süden aufzubrechen. Dennoch wollten wir kein Risiko eingehen.“
Schließlich half ihr Partner mit – er ging Ende August zuerst in das große Gatter, Maxi folgte.
Damit konnte die berühmte Senderstörchin rechtzeitig neu besendert werden, um weiterhin interessante Daten über ihre Flugrouten und ihr Winterquartier zu übermitteln.

 

Senderwechsel Maxi
Direktor Andrè Fasel vom Naturhistorischen Museum Fribourg/Schweiz ist froh, dass der Senderwechsel bei Störchin Maxi noch rechtzeitig vor ihrem Abflug in den Süden gelang.

 

Am Affenberg hatte man sofort die Experten in Fribourg informiert. André Fasel, Direktor des Fribourger Museums und Adrian Aebischer, Spezialist für die Senderstörche, waren schon am Dienstagmorgen am Bodensee. So mussten Maxi und ihr Partner nur eine Nacht in der Voliere verbringen. Und wie beim ersten Senderwechsel klappte auch diesmal alles reibungslos. Schon nach 20 Minuten war der nur 30 Gramm schwere Sender mit Gurten auf dem Rücken der Störchin befestigt und die Antenne justiert. Maxi ließ alles brav über sich ergehen. Wichtig war es jedoch, ihren Schnabel festzuhalten, denn „Störche picken bei Gefahr direkt ins Gesicht und nach den Augen“, so die Storchenexperten. Inzwischen hat sie mit ihrem Partner wieder ihren gewohnten Platz auf dem Tüfinger Horst eingenommen. Nun kann die Beobachtung und wissenschaftliche Auswertung viele Jahre weitergehen - frei lebende Störche können etwa 25 Jahre alt werden.

Maxi mit neuem Sender  

Maxi hat den Wechsel des Peilsenders gut überstanden und hält sich derzeit mit Ihrem Partner noch an ihrem Tüfinger Horst und in der Umgebung des Affenbergs Salem auf

     

Die Schweizer Forscher zeigten sich erleichtert über den gelungen Verlauf der Aktion. Als Jungstorch bekam sie 1999 ihren ersten Sender und den Namen Max. Erst mit der Geschlechtsreife nach drei Jahren kehrte sie zurück. Mit Beginn ihrer ersten Brut am Affenberg Salem in einem viedeoüberwachten Horst war klar, dass es sich um ein Storchenweibchen handelte. Maxi verbrachte acht Winter in Marokko. Seit 2007 überwintert sie jeweils in Südspanien. Kein anderes Tier konnte bisher so lange auf seinen Reisen verfolgt werden. Bald wird sie ihren vierzehnten Herbstzug unter die Flügel nehmen. Mit dem neuen Sender kann man ihren jeweiligen Standort auf fünf bis zehn Meter genau lokalisieren. Wer sie auf ihrem neuerlichen Vogelzug online begleiten will, findet die Rubrik „Der Vogelzug der Störchin Max“ unter www.fr.ch/mhn/de/pub/index.cfm.