Pressedienst

Ein Klapperstorch hat’s manchmal schwer

Berühmte Senderstörchin Maxi mit Partner und 44 Storchenpaare brüten am und um den Affenberg Salem

Die berühmte Senderstörchin heißt eigentlich Max, da beim Anlegen des ersten Peilsenders ihr Geschlecht noch nicht erkennbar war. Seit rund 12 Jahren liefert sie – inzwischen mit dem zweiten Peilsender – zuverlässige Daten über ihren jährlichen Vogelzug in den Süden. Über diese Zeit ist sie mehr als 70.000 Kilometer geflogen.  Bei keinem anderen Zugvogel war bisher eine solch lange wissenschaftliche Beobachtung möglich. An ihrem jährlichen Zielort beim Affenberg Salem wird sie längst Maxi genannt. Gerne nutzt sie das zusätzliche Futterangebot des Parks für die Aufzucht ihrer Jungen. Bis es soweit ist, hatte ihr Partner mit der Ringnummer A1124 aber erneut einiges auszustehen. Denn die Storchendame machte sich zum zweiten Mal sehr früh auf ihren Rückflug und kam nach einer 25-tägigen Reise mit Zwischenstopps bereits am 8. Februar an ihrem langjährigen Brutplatz in Tüfingen nahe des Affenbergs an. Nun muss man wissen, dass Störche nicht partnertreu, sondern horsttreu sind, und so fand ihr langjähriger Partner bei seiner Rückkehr am 9. März seinen Platz besetzt. Am 20. Februar hatte Maxi mit dem unberingten Rivalen angebandelt. Sie paarten sich ab und zu und besserten eifrig den Horst aus. Doch schon am Morgen nach seiner Rückkehr klapperten Maxi und A1124 gemeinsam im Horst. Offenbar hatte es der erfahrene Storch ein weiteres Mal geschafft, spät zurückzukommen und dennoch „seinen“ Horst und Maxi zurückzuerobern. Inzwischen wechseln sich beide beim Brüten ab. Kurz nach Mitte April dürften einige Jungstörche schlüpfen – wer wohl der Vater ist?

Auch auf den Dächern der großen Gutsanlage und in den Horsten am Affenberg herrscht großes Geklappere – ein faszinierendes Schauspiel für die großen und kleinen Besucher. Hier brüten inzwischen 21 Weißstorchpaare – darunter auch der zweite Senderstorch Uli mit seiner Partnerin. In den umliegenden Dörfern und Gemeinden sorgen mindestens 23 weitere Brutpaare für Storchennachwuchs. Diese Horste werden ebenfalls durch das Storchenteam des beliebten Tierparks betreut.

Bei der täglichen Fütterung um 14 Uhr kann man die Adebare aus nächster Nähe beobachten und erfährt dabei viel Interessantes aus dem Leben und dem nicht ungefährlichen Vogelzug der beliebten Glücksboten. Ab 26. April gibt es täglich zwei Fütterungen um 11 und um 16.45 Uhr.

Die rund 200 Berberaffen stören sich nicht an den Nachbarn mit dem roten Schnabel. Sie genießen mittlerweile das neue große Wasserbecken und nehmen gerne das spezielle Popcorn als Zusatzleckerei aus den Händen der Besucher. Im großen Waldfreigehege berichten die Betreuer alle 40 bis 60 Minuten spannende Neuigkeiten zu ihren Schützlingen, bei denen ab Mitte April die ersten Babys erwartet werden.

Das Damwild können die Parkgäste jeweils um 16.15 Uhr selbst füttern und erfahren unter anderem, dass es schon Wetten gibt, ob Leithirsch Emil sein Geweih wieder pünktlich zum ersten Mai abwirft. Bei alledem bieten sich ideale Film- und Fotomöglichkeiten. Die faszinierende Park-DVD  zeigt zudem das gesamte Affenberg-Leben im Jahreslauf.

Aktuelle Tafeln, Broschüren und die Internetplattform des Affenbergs bieten weitere Informationen. Online findet man beispielsweise einen Routenplaner für die Anfahrt zum gebührenfreien Parkplatz, die Fahrzeiten des ab 1. Mai verkehrenden Erlebnisbusses sowie Angaben zu den günstigen Saisonkarten, Familien- und Gruppenpreisen.

Der Affenberg ist täglich von 9-18 Uhr und vom 30. Oktober bis 6. November jeweils von 9-17 Uhr (letzter Einlass jeweils ½ Stunde vor Schließung) geöffnet. Weitere Informationen über www.affenberg-salem.de oder über Affenberg Salem, D-88682 Salem, Tel. +49(0)7553/3-81, Fax 07553/64 54, info@affenberg-salem.de.

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Maxi und Partner

Bildzeile:

Es ist immer ein Schauspiel, wenn sich die Störche mit weit zurückgelegtem Hals klappernd begrüßen. Dies ist jetzt um die Hofgutanlage des Affenbergs Salem mit über 40 Störchen schön zu beobachten.(Foto Affenberg)