Pressedienst
Neues Affenoberhaupt ganz ohne Wahlgänge, dafür mit gutem Netzwerk
Tierisches Machtgerangel um Chefposten am Affenberg Salem
Wie in der Politik wird auch bei den Berberaffengruppen am Affenberg Salem nur selten ein wichtiger Chefposten frei. Nach einem Unfall schwächelte der bisherige „ Affenkönig“ Adonis und wurde gestürzt. Ein neuer, starker Boss für die Affenbande musste gefunden werden. Unter den drei Kandidaten hatte der Bruder von Adonis, Augustus, die meisten Unterstützer. „ Eine gute Wahl“, wie Parkleiter Dr. Roland Hilgartner meint, „ denn Augustus wird durch sein ausgeglichenes Gemüt für eine friedvolle Regierungsära sorgen.“ Beim Rundgang durch den schönen Tierpark nahe des Bodensees können die Besucher Augustus und sein Gefolge aus nächster Nähe beobachten. |
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Affenchef Augustus |
Der schöne Adonis war unangefochtener Affenchef, bis ein schwerer Oberschenkelbruch ihn zum Rücktritt zwang. Sein Bruder wurde am 20. August 1997 geboren – daher sein Name. Dies ist außergewöhnlich spät, da die Affenbabys normalerweise von April bis Juni zur Welt kommen. Seine Mutter starb mitten im Winter. Nur mithilfe der intensiven Fürsorge durch Adonis konnte er diese kalte Jahreszeit überstehen. Trotz dieser engen Bande hatte Augustus zunächst keine Ambitionen, den Chefposten von seinem Bruder zu übernehmen. So kamen zwei weitere Kandidaten ins Spiel, die jedoch nicht genügend Anhänger um sich scharen konnten. In der strengen Hierarchie der Berberaffen braucht es gleich mehrere Vorzüge, um als Anführer der Affengruppe akzeptiert zu werden. Mehr als körperliche Stärke halfen Augustus geschicktes Taktieren und seine beiden hochrangigen Brüder zum Erreichen dieser Machtposition. Diese Beiden und ein gutes Netzwerk unterstützen ihn auch bei Auseinandersetzungen. Bei den regelmäßigen Informationen im großen Affenfreigehege berichten die versierten Betreuer noch mehr zu den Besonderheiten der Affenpolitik. Immer wieder aber stehlen die drolligen Affenbabys den Großen die Schau.
Natürlich gibt es in dem wissenschaftlich geführten Tierpark auch bei der großen Storchenkolonie, bei der Fütterung im Damwildgehege oder bei der Beobachtung der zahlreichen Bewohner des idyllischen Weihers viele spannende Erlebnisse. Durch interaktive Elemente, Infotafeln und fachkundige Erläuterungen erfahren die Parkgäste zudem Interessantes zur Lebensweise der Tiere am Affenberg Salem. Für Kinder ist es dabei das Größte, den Berberaffen und dem Damwild ganz ohne trennende Gitter Futter aus der Hand zu geben. Beim anschließenden Toben auf dem Abenteuerspielplatz können sie es den wieselflinken Jungaffen dann gleichtun. Die Eltern haben sie dabei von der Hofschenke aus gut im Blick.




