Pressedienst
Berberaffenmännchen bringt verwaistes Affenbaby durch den Winter
Besucher erfahren zum Saisonstart mehr über „Adoption“ am Affenberg Salem
Ab dem 13. März öffnet der Affenberg Salem wieder seine Pforten für die Besucher. Dann erfahren die kleinen und großen mehr über eine außergewöhnliche tierische Familiengeschichte, die sich über den Winter entwickelt hat: Die Männchen bei den rund 200 Berberaffen am Affenberg Salem bringen sich gerne als aufmerksame und geduldige Babysitter ins tierische Familienleben ein. Dies kann man alljährlich nach den ersten Lebenswochen der süßen Affenbabys beobachten. „Dass ein Affenmännchen ein verwaistes Junges quasi „adoptiert“ und so sein Überleben sichert, das ist auch für Berberaffen außergewöhnlich“, so der Parkleiter und Wissenschaftler Dr. Roland Hilgartner. Mit dem Affenbergteam freut er sich, dass das kleine Affenmädchen den Winter gut überstanden hat. Das Affenbaby wurde am 28. Mai 2010 geboren. Als seine Mutter im September des letzten Jahres starb, war es glücklicherweise schon entwöhnt. |
Allerdings stammt es aus einer sehr kleinen Weibchenfamilie mit einer zweijährigen und einer dreijährigen Schwester als einzige Verwandte mütterlicherseits. „Bei solch einer Familienkonstellation ist für ein Baby ohne eine wärmende Mutter der erste Winter ein sehr hohes Risiko“, betont Hilgartner. So freute man sich über die ungewöhnliche „Adoption“ des 22-jährigen Männchens G6, das diese Schutzfunktion äußerst umsichtig übernommen hatte und die Kleine problemlos durch den Winter brachte. Ob es sich bei G6 um den Vater handelt, ist ohne Vaterschaftstest nicht zu sagen. Die Berberaffenweibchen paaren sich immer mit mehreren Männchen, um so die Vaterschaft zu verschleiern. Die Parkbetreuer berichten gerne mehr über diesen auch wissenschaftlich besonderen Mutterersatz am Affenberg.
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