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Pressemeldung

 

Senior-Affenchef will nicht abdanken

Affen-Promis, Affen-Babys, Bambis, flügge Störche und mehr am Affenberg Salem

Die Zeiten haben sich gewandelt: In Politik, Wirtschaft und öffentlichem Leben zeigen  ältere Persönlichkeiten, dass sie noch längst nicht zum alten Eisen gehören, sondern mit ihrer Reife und Erfahrung etwas zu sagen haben. Ähnlich scheint das am Affenberg Salem beim Bodensee  auch das Berberaffen-Alpha-Männchen Ponky zu sehen. Während andere in der Regel im Alter von 10 bis 15 Jahren zum Chef einer Affengruppe avancieren, übernahm er erst mit 23 Jahren diese Position und führt nun seit drei Jahren die Gruppe H am Felsengarten des großen Freigeheges an. „Er zeigt keine Anzeichen von Rückzug in den Ruhestand und schafft es bisher mit Cleverness und seinen alten Seilschaften, die jungen aufstrebenden Männchen unter Kontrolle zu halten“, schmunzelt Dr. Roland Hilgartner, Affenforscher und Leiter des beliebten Parks beim Bodensee. „Wir sind gespannt, wie lange die jüngeren Konkurrenten dies noch akzeptieren“. Natürlich informieren die Betreuer entlang des weitläufigen Rundwegs die Besucher gerne über diesen und weitere Affen-Promis sowie über die neun süßen Affenbabys. Nicht nur hier, sondern auch bei dem weiteren tierischen Nachwuchs des Parks lassen sich faszinierende Fotos schießen und anschließend beim Fotowettbewerb auf der Affenberg-Facebook-Seite posten. Dies ist eines der Extras zum 40jährigen Jubiläum für die kleinen und großen Affenberg-Freunde.

„Besonders gespannt sind wir auf „Bambi“-Bilder der jungen Damwildkälber“, so Hilgartner, der dazu einen Tipp gibt: „Täglich um 16.15 Uhr dürfen die Besucher mitfüttern. Da kommen die anmutigen Jungtiere kurz aus ihrer Deckung.“ Während sich nahezu alle Hirschkühe füttern lassen und nur der Leithirsch auf Abstand bleibt, sieht es bei den Berberaffen anders aus. Hier erläutern die Betreuer bei regelmäßigen Fütterungen die Affenregeln innerhalb einer Gruppe, warum die starken Männchen die Affenbabys auf ihren Rücken reiten lassen und wie es bei der munter spielenden Rasselbande der Jungaffen zugeht. Wer von ihnen auf die Holzbalken am Wegrand geht, signalisiert damit, dass er nun gerne etwas von dem gratis ausgeteilten Popcorn aus den Händen der Besucher als kleines Dessert hätte.

Für die 39 Storchenpaare im Parkareal ist die anstrengende Zeit der Futterbeschaffung vorbei. Die Jungvögel sind flügge und eifrig dabei ihre Flugübungen zu absolvieren. Auffliegen und eleganter Segelflug gelingen wie von allein, doch bei manchen hapert es noch mit der Landung. In den 61Horsten der Umgebung werden die Flugkünste ebenfalls trainiert. „Auch wenn es durch das kalte und nasse Frühjahr etliche Verluste gab, erwarten wir wieder einen großen gemeinsamen Aufbruch aller Jungstörche zum Vogelzug nach Süden“, so die Storchenexperten am Affenberg. „Oft kommen Jungstörche aus nördlicheren Gebieten dazu. Wenn die Thermik dann gegen Mitte August stimmt, fliegen sie alle zusammen los. Das ist jedes Mal ein großartiges Erlebnis!“ Die Altvögel erholen sich noch etwas und folgen später nach. Doch schon jetzt bieten die zahlreichen Störche auf den Dachfirsten und am Himmel  beeindruckende Szenen.

Faszinierende Storchenmotive von Stefan Hilser gibt es zudem bis zum Saisonende in einer Ausstellung im Gebäude vis-à-vis der Hofschänke zu sehen. „Wir haben bewusst das Jubiläumsjahr zur Premiere einer Ausstellungsserie gewählt, die nun jedes Jahr ein anderes Thema aufgreift“, betont der Parkleiter. Zu den Jubiläums-Besonderheiten gehört auch ein sehr beliebtes Kinder-Fragespiel zum Parkrundgang. Andere Extras werden unter www.affenberg-salem.de angekündigt oder kommen als Tages-Überraschung – beispielsweise in Form eines Kinder-Gratis-Eises – daher. Ein Besuch für dieses einzigartige Ausflugserlebnis am Affenberg Salem lohnt sich allemal. Und wer weiß, vielleicht ist es die letzte Chance, den rüstigen Affensenior Ponky in seiner Chefposition zu erleben. Denn im Herbst werden die Karten neu gemischt – vielleicht kommt dann auch für ihn das ‚Rentenalter‘…