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Pressemeldung

 

Verliebter Hirsch, paarungswillige Affen und Naturschutzaktion

Lebhafte Wochen am Affenberg Salem in stimmungsvoller Herbstkulisse

 

Bis zum Abschluss des Jubiläumsjahres mit so manchen Besucher-Extras geht es am Affenberg Salem lebhaft und manchmal laut zu. Bei den Berberaffen und beim Damwild beginnt die Paarungszeit. Spannend für die Besucher, die hier viele interessante Einblicke gewinnen können, beispielsweise in das Liebesleben des stattlichen Damhirschs Emil: Er hat sein großes Geweih ‚gefegt‘ und versucht mit tiefem Röhren und viel körperlichem Einsatz die Hirschkühe für sich zu gewinnen. Die Berberaffenmännchen fechten während der Paarungszeit so manchen Machtkampf untereinander aus – meist ohne Schrammen, aber mit lautem Geschrei. Auf dem Weiher und in den Horsten mit rund 20 nichtziehenden Störchen geht es friedlicher zu – hier gibt es nur freundliches Begrüßungsklappern. Dazwischen ist Ruhe – herrliche Herbststimmung liegt über der weitläufigen Parkanlage. Besucher und Wanderer, die vom See her über den Prälatenweg kommen, genießen das prächtig bunte Laub, das milde Licht und die immer noch warme Herbstsonne.

 

Auch die Berberaffen suchen die Sonnenplätze. Ihr dichtes grau-braunes Winterfell leuchtet im Licht. Das Fell der Affenbabys ist nun größtenteils umgefärbt. Bei Kälte kuscheln sie sich in die wärmende Mitte von Mutter und Tanten. Neugierig, manchmal noch etwas tollpatschig erkunden sie ihre Umgebung und wollen es den älteren Geschwistern nachtun. Manövrieren sie sich in eine schwierige Lage, ist immer ein wachsames erwachsenes Tier zur Stelle. Die kleinen und großen Parkgäste können so immer wieder drollige Szenen erleben und fotografieren. Gern nehmen die cleveren Affen auch das gratis ausgeteilte Popcorn als zusätzliche Leckerei aus den Händen der Besucher.

 

Die Weibchen verpaaren sich mit mehreren Männchen. So weiß im nächsten Jahr keiner, wer der Vater der süßen Kleinen ist. Trotzdem kümmern sich aber auch die Männchen liebevoll um den Nachwuchs. Die Lage der Berberaffenbabys ich ihrer nordafrikanischen Heimat hingegen ist dramatisch. In Marokko und Algerien werden immer noch Affenbabys gefangen und verkauft. Auch die Lebensbedingungen der vom Aussterben bedrohten Art haben sich in den letzten Jahrzehnten sehr verschlechtert. Deshalb unterstützt und sponsert der Affenberg Salem zum wiederholten Mal Naturschutzprojekte in den Heimatländern der Berberaffen und setzt sich so auch für den Schutz der freilebenden Affen ein. Ab dem 22. Oktober erfahren die Besucher mehr zu einem Umweltbildungsprojekt in den Schulen Marokkos und zu einem Forschungsprojekt in Algerien. Mit einem Jeton als symbolischem Euro, den sie zu ihrem Eintritt erhalten, kann jeder Parkgast eines der Projekte unterstützen.

 

Damhirsch Emil interessiert das nicht – er hat nur Augen für die Hirschkühe und legt sich mächtig ins Zeug, um sich mit ihnen paaren zu können. Mit fünf Kälbern aus der letzten Brunft konnte er die Herde in diesem Jahr vergrößern. Bei der täglichen Fütterung um 16.15    Uhr erfahren die Gäste mehr zum Leben des Damwilds. Dabei können sie auch das im Vorjahr abgeworfene Geweih in die Hand nehmen – ein ordentliches Gewicht, das Emil da auf dem Haupt trägt.

 

Auch bei  stündlichen Infos im Affengehege, bei der Storchenfütterung um 14 Uhr, einer Fotoausstellung zu den Störchen und einem spannenden Film zum Affenberg-Jahr im Kinoraum sowie über interaktive Elemente erfährt man viel Interessantes zur Lebensweise der Tiere. Zusätzlich gibt es bis zum Ende des Jubiläumsjahres  weitere Extras, über die sich insbesondere die jungen Besucher freuen sowie einen Fotowettbewerb auf Facebook mit wöchentlich attraktiven Preisen. Die Kinder toben sich nach dem Rundgang gerne auf dem großen Spielplatz aus während die Erwachsenen in der Hofschänke nochmals das eindrucksvolle Herbsterlebnis Revue passieren lassen. Ein schöner Ausflug, der sich für alle – sogar für die wild lebenden Berberaffen in Nordafrika – lohnt!

Erste Impressionen, aktuelle Informationen zur Anfahrt und zum Erlebnisbus, der den Affenberg noch bis zum 23. Oktober 2016 stündlich anfährt, sowie zu den Jubiläums-Besonderheiten findet man unter www.affenberg-salem.de.